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title: "Antisemitismus und Antijudaismus - Geschichstwerkstatt Bräunlingen"
description: "Der Ursprung des Antisemitismus liegt woanders, spätestens seit der Neuzeit und insbesondere bei den Nationalsozialisten. In der „Geschichtswerkstatt Bräunlingen“ wird der Antijudaismus bzw. Antisemitismus an verschiedenen Stellen dokumentiert. Lesen Sie hier mehr."
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# Antisemitismus

## Belege für Antisemitismus in der (nationalsozialistischen) Geschichte Bräunlingens

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Auch für Bräunlingen in seiner langen Geschichte und besonders in der Zeit des Nationalsozialismus sind Belege für Antijudaismus und Antisemitismus vorhanden.

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Der „Anti-Semistismus“ kann auf eine lange Vorgeschichte eines „Anti-Judaismus“ zurückschauen. „Anti-judaistisch“ kann man jene Judenfeindlichkeit nennen, die religiös motiviert ist und war/ist, wie z.B. der jahrtausende alte Judenfeindlichkeit, die das Christentum betrieb, um sich von seinem jüdischen Ursprung abzugrenzen, indem es das Judentum abwertete, um
sich selber aufzuwerten und um sich seiner eigenen „Identität“ zu profilieren auf Kosten der Andersgläubigen.

![](https://gwbr.de/images/Fasnet_Weltwirtschaftskrise_Braeunlingen_fruehe_1920er_Inflation_Geschichtswerkstatt.jpg "Bräunlinger Fasnet in der Weltwirtschaftskrise der frühen 1920er Jahre - Isak Silberstern - Syndikus")

Der „Anti-Semitismus“ hat einen anderen Ausgangspunkt, spätestens seit der Neuzeit und ganz besonders bei den Nationalsozialisten: Hier geht es um „Biologie“/„Rasse“ und „Politik“/“Wirtschaft“ – wobei nach heutigem Wissen „Rasse“ ein Begriff ist, der wissenschaftlich auf Menschen bezogen reiner Humbug ist. Im Anti-Semitismus werden „Juden“ nicht aufgrund ihrer Religion abgewertet, diskriminiert und verfolgt, sondern
aufgrund ihrer Genetik und ihrer Kultur. Sie sind dann nicht einfach nur „falschgläubig“, sondern sie sind „Untermenschen“ „Ungeziefer“, „Parasiten“, „Schmarotzer“, „Ausbeuter“ und eine Gefährdung des „gesunden Volkskörpers“ – biologisch und kulturell: Wesen, die es auszugrenzen und auszurotten gilt, damit die Menschheit durch sie nicht mehr „gefährdet“ wird.

Im Antisemitismus nationalsozialistischer Prägung sind „Juden“ biologisch minderwertig sowie volkswirtschaftlich und politisch schädlich, herzlos-raffgierige Kapitalisten oder politische Erzfeinde, weil „Marxisten“ und „Bolschewisten“. Bereits in der Antike und im Mittelalter wechselte die Haltung gegenüber „den Juden“ von Anerkennung oder wenigstens Toleranz bis hin zu Verfolgung und Pogromen – je nach wirtschaftlicher und politischer Situation, je nachdem ob und für was die Mehrheitsgesellschaft oder die politisch Herrschenden einen „Sündenbock“ brauchten, um ihre eigene „Identität“ zu definieren, ihre jeweiligen Situationen zu bewältigen oder um von den eigentlichen Problemen abzulenken. So war es im Lauf der Jahrhunderte auch in der Bräunlinger Geschichte bzw. in der von der jeweiligen Ober-Herrschaft beeinflussten Bräunlinger Geschichte. Bräunlingen bildete hier keine Ausnahme, sondern bestätigte die Regel.

In der „Geschichtswerkstatt Bräunlingen“ wird der Antijudaismus bzw. Antisemitismus an verschiedenen Stellen dokumentiert: Als Einzelthema „Jüdische Stadtgeschichte“ (im Rückblick auf die Regelungen, die die Stadt bzw. die Oberhoheit im Lauf der Jahrhunderte so oder so festlegte und auf jüdische Ortsnamen), als Einzelthema „Rassenhygiene“ und „Fasnacht im Nationalsozialismus“, als Einzelthema „Die jüdische Famlie Zimmt“, in den Notierungen der Rubriken „Geschichtsverlauf“ und „Zeitzeugen“ sowie bei den „Fotografien“ und den „historischen Dokumenten“. Auch die Notierungen zu „Juden“ bzw. „Judentum“ in den beiden vorliegenden Büchern zur Stadtgeschichte (Balzer und Hornung) werden sind als solche bereits Ausdruck von unterschiedlichen Haltungen oder Gewichtungen – dokumentiert, analysiert und kommentiert in einem speziellen Beitrag „Die zwei Bräunlinger Geschichstsschreibungen und ihr Verhältnis zum Judentum“.

Hier in diesem Beitrag erwähnen wir die prägnantesten Punkte und verweisen auf die ausführlicheren, detaillierteren Darstellungen bei den jeweiligen Einzelthemen, Rubriken und Beiträgen. Dieser Beitrag befindet sich noch im Aufbau, daher sei hier (vorerst) lediglich auf folgende Punkte verwiesen, die in groben Zügen den auch in Bräunlingen praktizierten Antijudaismus bzw. Antisemitismus belegen:

• Unterschiedlicher Umgang mit „Juden“ im Mittelalter (bei „jüdische
Stadtgeschichte“) sowie Gewann-, Straßen- und Namensbezeichnungen.

• Unterschiedliche Erwähnung/Gewichtung (bzw. Nicht-Erwähnung) in den beiden
Bräunlinger Geschichtsschreibungen (Balzer bzw. Hornung).

• Antisemitische Fasnachtsmotive in der Weimarer Zeit (bereits vor dem
Nationalsozialismus) und dann in der NS-Zeit (besonders Fasnacht 1937).

• Diskriminierung, Beschädigung und letztlich Vertreibung der jüdischen Familie Zimmt
(„Kaufhaus Zimmt“) und „arische Übernahme“ des Kaufhauses durch „Kaufhaus
Ferdi“.

• Jahrzehntelange Verdrängung, Nicht-Erwähnung und Verweigerung einer
ordentlichen „Aufarbeitung“ der antisemitischen Zeitgeschichte des Bräunlinger
Nationalsozialismus.

An dieser Stelle sei nun lediglich ein kurzes antisemitisches (Text-) Beispiel aufgeführt von besonderer Deutlichkeit. In der Zeit der „Weimarer Republik“ gab es ein Fasnachts Wägelchen mit folgenden Aufschriften (vgl. Fotografie in der Rubrik Geschichtsverlauf):

**ISAK SILBERSTERN**
**-Syndikus-**
**Der Kunstdüngersyndikile**
**der Lebensmittelkonzerne,**
**der Kohlen- und Eisen-Truste.**
**EHRENMITGLIED des**
**‚Schieberklubs, Edr-Ede‘**
**Großkapital Hochfinanz.**
**Das Goldene-Kalb!**
**Steuer-Segen.**

(Wie bereits erwähnt: dieser Beitrag befindet sich noch im Aufbau – Stand 27.05.2026)

[![pdf icon92](https://gwbr.de/images/g1/pdf-icon92.svg)](https://gwbr.de/images/g1/pdf/antisemitismus_ns-zeit_nationalsoszialismus_geschichtswerkstatt_braeunlingen.pdf)

[Download PDF-Artikel: Antisemitismus in Bräunlingen](https://gwbr.de/images/g1/pdf/antisemitismus_ns-zeit_nationalsoszialismus_geschichtswerkstatt_braeunlingen.pdf "Download PDF-Artikel: Antisemitismus in Bräunlingen") (Stand:27.05.2026)

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Im Antisemitismus nationalsozialistischer Prägung sind „Juden“ biologisch minderwertig sowie volkswirtschaftlich und politisch schädlich, herzlos-raffgierige Kapitalisten oder politische Erzfeinde, weil „Marxisten“ und „Bolschewisten“. Bereits in der Antike und im Mittelalter wechselte die Haltung gegenüber „den Juden“ von Anerkennung oder wenigstens Toleranz bis hin zu Verfolgung und Pogromen – je nach wirtschaftlicher und politischer Situation, je nachdem ob und für was die Mehrheitsgesellschaft oder die politisch Herrschenden einen „Sündenbock“ brauchten, um ihre eigene „Identität“ zu definieren, ihre jeweiligen Situationen zu bewältigen oder um von den eigentlichen Problemen abzulenken. So war es im Lauf der Jahrhunderte auch in der Bräunlinger Geschichte bzw. in der von der jeweiligen Ober-Herrschaft beeinflussten Bräunlinger Geschichte. Bräunlingen bildete hier keine Ausnahme, sondern bestätigte die Regel. In der „Geschichtswerkstatt Bräunlingen“ wird der Antijudaismus bzw. 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Hornung). • Antisemitische Fasnachtsmotive in der Weimarer Zeit (bereits vor demNationalsozialismus) und dann in der NS-Zeit (besonders Fasnacht 1937). • Diskriminierung, Beschädigung und letztlich Vertreibung der jüdischen Familie Zimmt(„Kaufhaus Zimmt“) und „arische Übernahme“ des Kaufhauses durch „KaufhausFerdi“. • Jahrzehntelange Verdrängung, Nicht-Erwähnung und Verweigerung einerordentlichen „Aufarbeitung“ der antisemitischen Zeitgeschichte des BräunlingerNationalsozialismus. An dieser Stelle sei nun lediglich ein kurzes antisemitisches (Text-) Beispiel aufgeführt von besonderer Deutlichkeit. In der Zeit der „Weimarer Republik“ gab es ein Fasnachts Wägelchen mit folgenden Aufschriften (vgl. 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