Größter Staatsfeind im ganzen Bezirk
Der Priester Martin Walter (1896-1987) wirkte vom Mai 1931 bis März 1934 als Vikar in Bräunlingen. Hier war er zusammen mit Pfarrer Julius Meister bereits in der sogenannten "Kampfzeit" ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten, noch bevor diese 1933 die Macht übernahmen und die Gesellschaft "gleichzuschalteten". Den Nationalsozialisten gelang es, dass Martin Walter Bräunlingen bereits Anfang März 1934 Bräunlingen verlassen musste. Aufgrund seiner aufrechten Haltung galt er auch an seinem neuen Wirkort Dielheim als „größter Staatsfeind im ganzen Bezirk“.