Abgabe von Metallen und Wertgegenständen für Kriegszwecke
Mit dem Angriff auf Polen im September 1939 begann Hitlerdeutschland offensiv den Krieg, worauf die Kriegserklärung anderer Länder an Deutschland folgte: Der Beginn des "Zweiten Weltkrieges". Bereits in den ersten Monaten des Jahres 1940 rief die Deutsche Regierung die Bevölkerung reichsweit auf zur "Metallspende" (Rohstoffe für die Rüstungsproduktion) und zur Spende von Wertgegenständen (zur Geldmittelbeschaffung).
Auch die Bräunlinger BürgerInnen, die Vereine und die Pfarrei hatten sich an der Abgabe solcher "Spenden" zu beteiligen. Jede Spende wurde in einem Buch notiert. Mit der Notierung war - wie zuvor schon bei den Sammlungen für das "Winterhilfswerk" und bei der Beiteiligung an den "Eintopfsonntagen" - eine Kontrollmöglichkeit gegeben, um zu sehen, wer sich beteiligte bzw. wer sich verweigerte, oder anders gesagt: wer das Regime unterstützte bzw. wer als unzuverlässiger "Volksgenosse" anzusehen war. Sterilisation.
Szene: Metalspenden-Abgabe, in Bildmitte stehend: Max Egle, Dentist, in Jacket und „Äpfelstehlerhose“ (Knickebocker); er war in der politischen Leitung der NSDAP Bräunlingen zuständig für „Propaganda".
Szene: Bräunlinger Kinder beim Einschreiben in das Metall-Spendenbuch „im Angesicht des Führers“(vor der Hitlerbüste) in einem Zimmer des Rathauses Bräunlingen. (Vermutlich 07.04.1940).
Szene: Zwei Personen sitzend, die Sachspenden notierend – vorne: Ferdinand Hofacher, Verwaltungsangestellter (NSDAP-Geschäftsführer u. Ratsschreiber), hinten: Karl Faller, Regierungsinspektor a.D. (stellvertretender Ortsgruppenleiter der NSDAP Bräunlingen und Leiter für „Propaganda Funk“).
Szene: Glockenverladung / Glockenabgabe im Kriegswinter 1941 / 1942
Weitere Szene: Zweites Foto - Glockenverladung / Glockenabgabe im Kriegswinter 1941 / 1942